Aluminium-Druckgießereien stehen derzeit vor bedeutenden Herausforderungen. Einerseits steigt die Nachfrage nach immer größeren und komplexeren Bauteilen aufgrund des zunehmenden Umstiegs auf Elektromobilität. Andererseits zwingt die Energiekrise diese Gießereien zu erheblichen Kosteneinsparungen, um im internationalen Wettbewerb wettbewerbsfähig zu bleiben. Zudem müssen die Gießereien immer strengere Nachhaltigkeitskriterien entlang ihrer Lieferketten erfüllen.
Eine Möglichkeit, diesen Herausforderungen zu begegnen, besteht im Übergang von aushärtbaren Legierungen zu naturharten oder selbstaushärtenden Legierungen. Dies könnte die Herstellung sehr großer Aluminium-Strukturteile mit erheblich reduzierten Energiekosten und weniger Prozessschritten ermöglichen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Legierungswechsel erhebliche Auswirkungen auf die folgenden Prozessschritte haben kann. Bei naturharten Legierungen, die auf das energieintensive Lösungsglühen verzichten, werden Rückstände von Betriebsstoffen wie Trennmittel während der Wärmebehandlung nicht mehr automatisch von den Gussteilen entfernt. Daher erfordert die Verwendung von naturharten Legierungen im Vergleich zu aushärtbaren Legierungen eine noch sorgfältigere und prozesssichere Reinigung und Vorbehandlung der Strukturteile.
Die Geiger + Co. Schmierstoff-Chemie GmbH hat innovative Formtrennstoffe entwickelt, die nicht nur den gestiegenen technischen Anforderungen gerecht werden, sondern auch möglichst gut mit den anschließenden Prozessen verträglich sind. Hierbei wurde deutlich, dass die Auswahl der richtigen Rohstoffe entscheidend ist. Wachse, die bisher gerne in Druckguss-Trennmitteln verwendet wurden, lassen sich oft als schwer durch wässrige Reiniger entfernen. Hierfür sind häufig hohe pH-Werte und Temperaturen erforderlich. Im Gegensatz dazu lassen sich die neu entwickelten Polysiloxane, die speziell auf eine gute Lackierfreundlichkeit optimiert wurden, problemlos mit geeigneten Reinigern abwaschen.
Durch den Einsatz der innovativen Formtrennstoffe ist es möglich, identische Bauteile herzustellen, ohne auf Wärmebehandlung, aggressive Beizpassivierung oder aufwendiges Minimalmengensprühen zurückzugreifen.