Am Saarstahl-Standort Neunkirchen soll ab Herbst 2023 eine neue Anlage aus industrieller Prozesswärme am Strom erzeugen. Die geplante Anlage entspricht einer Investition von rund 1,5 Millionen Euro und wird die Energieeffizienz des Walzwerks weiter steigern.
„Mit der neuen Anlage können wir voraussichtlich im Jahr bis maximal 1.200 Megawattstunden Strom erzeugen. Wir reduzieren damit in Zeiten, in der Energie knapp ist, den externen Energiebedarf am Standort Neunkirchen und leisten damit einen Beitrag zur Energiewende.“, sagt Dr. Klaus Richter, Technikvorstand Saarstahl.
Die neue Anlage kann industrielle Abwärme, die im Walzprozess entsteht, effizient nutzen und in Strom umwandeln und umfasst eine Leistung von ca. 200 Kilowatt. Dieser Strom wird anschließend wieder in das Netz des Werkes eingespeist. Hierbei setzten Saarstahl und das Maschinenbauunternehmen DeVeTec auf einen klassischen Dampfleistungsprozess, die so genannte ORC-Technik (Organic Rankine Cycle). Kern dieses Kreislaufprozesses ist der DeVeTec Kolbenexpander. Dieser wurde eigens für die effektive Umwandlung von Wärme in Antriebsenergie entwickelt.
„Die DeVeTec schafft es, durch ihre Technologie aus aktuell ungenutzter Wärme Strom zu produzieren. Wir sind froh, als Beteiligungsunternehmen der Montan-Ventures-Saar, einer Tochtergesellschaft der Montan- Stiftung-Saar, das Saarstahl Werk in Neunkirchen bei dem Schritt den externen Energiebedarf zu reduzieren, unterstützen zu dürfen.“, erklärt Dr. Stefan Keck, Geschäftsführer DeVeTec.