Eine Investition von fünf Millionen Euro in einen Speicherofen plant die Eisengießerei Torgelow, um die steigende Nachfrage und die wachsende Größe von Gussteilen für die Offshore-Windenergie und die Energiewende zu bewältigen.
Eine solche Speicherofenanlage ermöglicht es, bis zu 150 Tonnen Schmelze für den Gussprozess bereitzuhalten – ideal für die immer größer werdenden Gussteile, die zum Beispiel für den Ausbau der Windkraft benötigt werden. Hans-Ulrich Boldau, Technischer Geschäftsführer der Gießerei, erklärt, dass in Zukunft Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 120 Tonnen dafür produziert werden sollen. Bisher sei es notwendig gewesen, die Schmelze in mehreren Schritten zu erzeugen. Mit dem Speicherofen, der im Mai 2024 in Betrieb gehen soll, werde sich das ändern. Die großen Guss-Motorengehäuse sollen unter anderem für Motoren mit Wasserstoffantrieb bei Schiffen und Energieerzeugern verwendet werden.
Die Firma in Torgelow, die zur Silbitz Group GmbH gehört und mehr als 300 Beschäftigten hat, ist ein wichtiger industrieller Arbeitgeber in Vorpommern. Sie produziert große und schwere Teile für Windkraftanlagen, wie Rotornaben, Getriebegehäuse und Motorengehäuse. Die Firma schmilzt mit Strom, der zu 70 Prozent aus erneuerbaren Quellen kommt. Um die Zukunft des Standorts zu gewährleisten, forderte Boldau eine Industriestrompreisbremse in Deutschland. Er sagte, dass die spanische Konkurrenz diese Bremse habe und dadurch im Vorteil sei.