Mit TES stellte das Berliner Unternehmen Lumenion einen Hochtemperaturspeicher auf Basis des Power-to-Heat- Prinzips vor. TES steht für „thermal energy storage“ soll eine kontinuierliche Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien gewährleisten und sich besonders in der Industrie zur Erzeugung von Prozesswärme sowie zur Versorgung von Fernwärmenetzen eignen.
Etwa die Hälfte des internationalen Energieverbrauchs fällt auf die Wärmeerzeugung zurück. Wird Energie aus Wind- oder Solarenergie gewonnen, ist die größte Herausforderung eine stabile Wärmeversorgung zu gewährleisten. Das Unternehmen hat mit der TES-Technologie einen Hochtemperaturspeicher entwickelt, der Erneuerbare Energie in einem Stahlkern speichert und diese in Form von Wärme wieder abgeben kann. Neben Prozesswärme – die in Form von Dampf in der Industrie verwendet werden kann – lassen sich die Speicher auch in Fernwärmenetze integrieren. Ein erstes Pilotprojekt wurde bereits zusammen mit Vattenfall in Berlin realisiert, bei dem aktuell bis zu 400 Wohnungen mit Wärme versorgt werden.
Das Alleinstellungsmerkmal liegt nach Unternehmensangaben im Vergleich zu anderen Hochtemperaturspeichern im Stahlkern. Dieser Kern soll eine Wärmeverfügbarkeit mit unterschiedlichen Temperatur-Leveln von 120 bis 450 °C zu jedem Zeitpunkt gewährleisten und so ein hohes Maß an Versorgungssicherheit bieten. In vier bis sechs Stunden kann der Stahlkern vollständig aufgeladen werden. Zusätzlich soll Wärme zeitgleich ein- und ausgespeichert werden können.
Stahl hat den Vorteil, dass er kaum an Wärmeleitfähigkeit verliert. Auch Recycling-Stahl ist geeignet, was die Nachhaltigkeit weiter erhöht. Der Anbieter gibt an, dass damit eine Rund-um-die-Uhr-Wärmeversorgung mit Preisen von unter 60 €/MWh möglich sei.