Trimet steuert seine Expertise in der Materialentwicklung zum Forschungsprojekt „SUPA-Wheel“ bei. Dieses gemeinschaftliche Projekt der Fachhochschule Dortmund zielt darauf ab, ein Aluminiumrad zu entwickeln, das den technischen, wirtschaftlichen und umweltbezogenen Bedürfnissen von Herstellern für diverse Antriebssysteme gerecht wird.
Die Teilnehmer des Projekts entwickeln eine branchen- und materialübergreifende Methode für Entwicklung und Konstruktion, die die CO2-Bilanz eines Produktes ermittelt und diese in der Verarbeitung einbezieht. Ziel ist es, CO2-Emissionen zu verringern und idealerweise ganz zu vermeiden.
In diesem Projekt ist Trimet verantwortlich für die Entwicklung, Charakterisierung und Herstellung von recyclingfähigen Materialien, die aus recycelten Materialien stammen, für die Produktion von Rädern mittels Niederdruckguss. Unter Anwendung einer Entwicklungsstrategie, die auf der statistischen Versuchsplanung (engl. Design of Experiment, DoE) basiert, werden Gleichgewichts-, Gefüge- und Eigenschaftssimulationen, Laborabgüsse und spezifische Wärmebehandlungen durchgeführt und bewertet. Durch ein anschließendes Screening der Eigenschaften wird iterativ eine Legierung identifiziert, die den Anforderungen am besten entspricht.
Trimet konzentriert sich bei der Charakterisierung und Bewertung der Laborwerkstoffe hauptsächlich darauf, einen möglichst hohen Anteil an Recyclingaluminium zu verwenden. Dazu gehören Vorbehandlungs- und Reinigungsmaßnahmen des Recyclingmaterials, gefolgt von der Schmelze verschiedener Entwicklungslegierungen, um den maximalen Recyclinganteil zu bestimmen. Zusätzlich erforschen die Experten von Trimet legierungstechnische Methoden, um das erforderliche Eigenschaftsprofil auf möglichst kosteneffiziente Weise zu erreichen. Die vielversprechendsten Legierungen werden von Trimet in Vorserie und Produktionsmaßstab auf ihren Versuchsanlagen gefertigt. Diese Legierungen werden dann von den Projektpartnern im entsprechenden Maßstab mittels Niederdruckguss weiterverarbeitet.
Zusätzlich zu Trimet zählen Borbet und Jordan Spritzgusstechnik sowie das Fraunhofer-Institut IGCV zu den Konsortialpartnern des „SUPA-Wheel“-Projekts. Dieses bis Ende 2025 angesetzte Vorhaben erhält Fördermittel aus dem Technologietransfer-Programm Leichtbau, bereitgestellt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.