Mit mehr als sechs Jahrzehnten an technischer Expertise hat sich FOMET SRL weltweit als Referenzgröße für die Entwicklung und Fertigung von Induktionsschmelztechnologie etabliert. Das Unternehmen ist insbesondere für seine Kanalinduktionsöfen des Typs BB mit Doppelkammer-Ausführung bekannt, die speziell für das Schmelzen von Messing entwickelt wurden.
Diese Ofensysteme werden aufgrund ihrer langen Lebensdauer und ihrer Zuverlässigkeit weithin geschätzt. In einer Gießerei im Vereinigten Königreich wurde die ursprünglich in den 1970er Jahren installierte Leistungssteuerung erst vor Kurzem – nach jahrzehntelangem Betrieb – ausgetauscht. Dank umfassender Modernisierungsmaßnahmen befinden sich mehrere Ofengestelle seit über einem halben Jahrhundert im Dauerbetrieb. Die feuerfesten Auskleidungen erreichen typischerweise Standzeiten von über fünf Jahren; häufig halten sie länger als zehn Jahre und erreichen in Ausnahmefällen sogar eine Nutzungsdauer von bis zu fünfzehn Jahren.
FOMET bietet Unterstützung für unterschiedliche Produktionsumgebungen
Die BB-Öfen von FOMET sind darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an Produktionsumgebungen zu unterstützen – von der manuellen Kokillengussfertigung bis hin zu vollautomatisierten Gießprozessen. Sowohl die Schmelz- als auch die Warmhaltekammern lassen sich individuell konfigurieren, um sich nahtlos in automatisierte Beschickungs-, Handhabungs- und Entnahmesysteme zu integrieren.
Ausgestattet mit einem proprietären Luftkühlungskonzept, sind die Zweikammer-Rinneninduktionsöfen von FOMET für das Schmelzen und die Temperaturführung von Messinglegierungen optimiert. Diese Legierungen finden Anwendung bei der Herstellung von Armaturen, Sanitärkomponenten, Wasserzählern, Ventilen sowie diversen Präzisionserzeugnissen aus Messing. Die Systeme verarbeiten sowohl konventionelle Kupferlegierungen als auch fortschrittliche Speziallegierungen effizient – einschließlich bleifreier und bleihaltiger Werkstoffe mit Legierungselementen wie Zink, Silizium, Aluminium und Phosphor.
Leistungsdaten:
- Leistung: 65–250 kW
- Kapazität: 1.000–2.500 kg
- Schmelzleistung: 220–1.000 kg/h
- Energieverbrauch: ca. 190–270 kWh/t
FOMET „Typ BB“ bietet Wirtschaftlichkeit und Qualität im Druckguss
Doppelkammer-Kanalinduktionsöfen zum Schmelzen und Warmhalten von Messinglegierungen
Der Ofen arbeitet als stationäre Anlage, die über zwei separate, jedoch integrierte Kammern verfügt: eine dedizierte Schmelzkammer und eine Warmhaltezone. Beide Bereiche sind durch induktiv beheizte Kanäle miteinander verbunden, die eine kontinuierliche Metallzirkulation ermöglichen. Diese Konfiguration stellt sicher, dass die Schmelzleistung automatisch an die Entnahmerate des Warmhaltebades angepasst wird, und ermöglicht gleichzeitig eine präzise sowie stabile Temperaturregelung über den gesamten Prozess hinweg.
Das System erzielt eine herausragende Energieeffizienz durch die direkte Umwandlung von elektrischer in thermische Energie. Seine luftgekühlte Induktionstechnologie erzeugt Wärme unmittelbar im geschmolzenen Metall und ermöglicht so eine konstante Beheizung bei optimalen Betriebstemperaturen – stets innerhalb der Belastungsgrenzen der feuerfesten Auskleidungsmaterialien.
Die FOMET-Zweikammeröfen sind für den Einsatz in einem breiten Spektrum von Gießverfahren konzipiert – darunter der Hochdruck-Druckguss, der Niederdruckguss sowie der Kokillenguss – und tragen maßgeblich zu einer gesteigerten Produktionseffizienz, einer verbesserten Gießqualität sowie einer signifikanten Senkung der Gesamtbetriebskosten bei.
Das Funktionsprinzip
Das Funktionsprinzip des Systems ist mit dem eines elektrischen Transformators vergleichbar. Das geschmolzene Metall selbst bildet einen geschlossenen Sekundärkreis, der aus der Beschickungskammer, der Ausgießkammer sowie zwei oder drei parallelen Induktionskanälen besteht. Eine oder zwei primäre Induktionsspulen, die über geschichtete Eisenkernbaugruppen gekoppelt sind, erzeugen ein elektromagnetisches Feld, das einen Stromfluss innerhalb dieses Metallkreises induziert. Die Kühlung der Induktionsspulen erfolgt mittels einer erzwungenen Luftzirkulation, die von einem direkt am Ofengestell montierten Gebläse bereitgestellt wird.
Technische Daten:
- Leistungsbereich: 65–250 kW
- Kapazität: 1.000–2.500 kg
- Frequenz: 50–60 Hz
- Spannung: 400 oder 440 V (weitere auf Anfrage)
- Energieverbrauch: sinkt mit zunehmender Leistung von ca. 270 auf 190 kWh/t
Die Öfen sind geeignet für den Einsatz mit Gießpfannensystemen sowie für das direkte Gießen in Druckgussmaschinen oder Dauerformen.
FOMET-Zweikammeröfen und ihre Vorteile
Extrem langlebige Feuerfestauskleidung
Die speziell entwickelte feuerfeste Auskleidung wurde gezielt darauf ausgelegt, sowohl thermischen Schocks als auch aggressiven chemischen Umgebungen standzuhalten, was zu einer verlängerten betrieblichen Lebensdauer führt. Unter kontinuierlichen Produktionsbedingungen erreicht die Standzeit typischerweise vier bis sechs Jahre. Der Ofen lässt sich ohne strukturelle Schäden oder Rissbildung wieder in Betrieb nehmen; zudem gestalten sich die Verfahren zur Neuauskleidung unkompliziert, schnell und wirtschaftlich.
Verbesserte Arbeitsbedingungen und Kosteneffizienz
Die Ausrüstung trägt durch folgende Merkmale zu spürbar verbesserten Arbeitsplatzbedingungen bei:
- minimierte Belastung durch Strahlungswärme
- reduzierte Betriebsgeräusche
- Eliminierung von Rauch und schädlichen Emissionen
- vollständige Konformität mit den geltenden Sicherheitsvorschriften und internationalen Industriestandards, einschließlich der IEC-Anforderungen
Hochpräzise Temperaturregelung
Die Gießtemperatur bleibt unabhängig von Schwankungen, die in der Schmelzkammer auftreten, stabil. Diese konstante thermische Regelung begrenzt die Schlackebildung und reduziert signifikant die Verdampfungsverluste flüchtiger Legierungselemente wie Zink.
2-in-1-Öfen
Schmelz- und Warmhaltefunktionen sind in einem einzigen kompakten System integriert, wodurch separate Installationen überflüssig werden. Diese Integration senkt den Wartungsaufwand und reduziert Produktionsunterbrechungen. Produktionsschrott und Rücklaufmaterial können effizient und sicher innerhalb derselben Einheit umgeschmolzen werden.
Optimierte metallurgische Steuerung
Die elektromagnetische Zirkulation fördert eine gleichmäßige Metallzusammensetzung und verringert das Auftreten nichtmetallischer Einschlüsse. Der Flussmittelverbrauch wird erheblich reduziert, die Oxidbildung minimiert, die Gasaufnahme begrenzt und die gesamte Gießleistung gesteigert.
Minimierung von Metallverlusten
Die thermische Energie wird direkt im geschmolzenen Metall erzeugt, was Oxidationsprozesse stark begrenzt. Da keine Verbrennung stattfindet, entstehen keine Rauchgase, und die mit dem Metalltransfer verbundenen Materialverluste entfallen.
Effiziente Ressourcennutzung
- Reduzierter Wartungsaufwand im Vergleich zu verbrennungsbasierten Öfen
- Platzsparende Bauweise mit effizienter Integration in das Anlagenlayout
- Eignung für fortschrittliche Automatisierungskonzepte
- Automatische Vorheizung vor Produktionsbeginn
- Energieeffizienter Haltebetrieb während der Nachtstunden oder am Wochenende bei minimalem Wärmeverlust
Aus wirtschaftlicher Sicht bieten die FOMET BB-Öfen:
- Reduzierung des Schrottanfalls
- Hocheffiziente Produktionsprozesse
- Optimierter Energieeinsatz
- Geringere Wartungs- und Betriebskosten
Dank der reduzierten Kosten pro Kilogramm fertiger Gussteile sind die Amortisationszeiten im Allgemeinen kurz.
Die wichtigsten Vorteile der FOMET BB-Öfen:
- Geringer Energieverbrauch
- Effiziente Ressourcennutzung
- Hohe Metallqualität
- Industrie-4.0-Kompatibilität
- Minimale Schmelzverluste
- Verbesserte Umweltbilanz
Diese Öfen ermöglichen eine kosteneffiziente, umweltverträgliche und leistungsstarke Gießereiproduktion, die den Anforderungen einer modernen, energieeffizienten Fertigung sowie den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft vollumfänglich gerecht wird.