Mit dem Projekt REACT (Resource Efficient Additive manufacturing of martensitic Cr-sTeels) des Lehrstuhls Werkstofftechnik an der Ruhr Universität Bochum, das in Zusammenarbeit mit sechs Partnern realisiert wird, sollen die Einsparpotenziale der additiven Fertigung besser ausgeschöpft werden. Der Startschuss für das Projekt fiel am 14. März 2023 und wird mit 1,7 Mio. Euro vom BMWK gefördert. Die Projektleitung hat Prof. Dr. Sebastian Weber, Inhaber des Lehrstuhls Werkstofftechnik an der Ruhr Universität Bochum, übernommen.
Durch die additive Fertigung lassen sich Bauteile flexibler gestalten und es kann Material und Energie eingespart werden. Ein Beispiel ist der pulverbettbasierte 3-D-Druck mit Metallpulvern. Forschungsbedarf besteht u.a. im Bereich der Pulverpartikel, die für die Fertigungstechnologie eine optimale Größe vorweisen müssen. Hierzu steht für Experimente am Lehrstuhl eine Pulververdüsungsanlage im Labormaßstab zur Verfügung. Ebenso steht die Zusammensetzung der Werkstoffe wie z. B. Chromstahl im Fokus des Forschungsprojekts. Für den Einsatz in der additiven Fertigung müssen die Zusammensetzungen bewährter Legierungen angepasst werden. Das Forschungsteam wird dabei insbesondere auf das Element Stickstoff als Legierungsbestandteil schauen, da es die Lebensdauer von Werkstücken erhöhen kann. Ein weiterer Forschungsgegenstand wird die Kreislaufwirtschaft darstellen. In Bochum wird man der Frage nachgehen wie additiv gefertigte Bauteile und übrig gebliebene Metallpulver wiederverwertet werden können.