22.07.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Vielseitige industrielle Versuchsofenanlage vor der Fertigstellung

Mit der Installation einer neuen Induktionsofenanlage im Technikum von Otto Junker in Simmerath werden ideale Möglichkeiten zur Durchführung praxisnaher metallurgischer Schmelzversuche geschaffen. Die grundsätzliche Zielstellung besteht darin, den Induktionstiegelofen zur Durchführung sekundärmetallurgischer Arbeiten im Kupfer- und Stahlbereich sowie für Recyclinganwendungen zu qualifizieren. Dabei kommt es insbesondere darauf an, entsprechend der metallurgischen Aufgabenstellung Badbewegung und Leistungsaufnahme gezielt einzustellen, um den jeweiligen Prozess zu optimieren und die geeignete feuerfeste Zustellung auszuwählen. Der Induktionstiegelofen mittlerer Größe ist mit allen erforderlichen Hilfs-und Nebenanlagen ausgerüstet und wird von einem IGBT-Umrichter mit einer Nennleistung von 600 kW versorgt.


http://www.otto-junker.de


Die Ausführung des Umrichters ermöglicht eine große Variabilität hinsichtlich der Auswahl der Frequenz und der Schaltungsvarianten. Die Steuerung und Visualisierung der Anlage entspricht dem neuesten Stand. Für den normalen Schmelzmodus kann mit einer Frequenz von 200 bzw. 100 Hz gearbeitet werden und für die gezielte Beeinflussung der Badbewegung besteht die Option, die Frequenz stufenlos im Bereich von 34 bis 100 Hz einzustellen. Hinzu kommt, dass die zwei Teilspulen des Ofens in unterschiedlicher Phasenlage(-90° bis +90°) betrieben werden können, wodurch der Habitus der Badbewegung zusätzlich erheblich beeinflusst werden kann. Da die Montage der neuen Versuchsofenanlage in Kürze abgeschlossen wird, kann bald mit ersten Untersuchungen begonnen werden. Dabei stehen Versuche zur Raffination von Kupferschmelzen zunächst im Vordergrund.


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