10.12.2013

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Umweltgerechtes Filtern im Metall-Recycling

Die Industriefilter der Ventilatorenfabrik Oelde GmbH (Venti Oelde) aus Oelde sind vielfältig anwendbar und bewähren sich täglich in zahlreichen Branchen. Seit etwa 25 Jahren sind sie auch für die Absaugung von Brennschneidrauch in der Recyclingindustrie erfolgreich im Einsatz. Das folgende Beispiel der Rohstoff Recycling Dortmund GmbH (RRD) zeigt, wie Venti Oelde Recyclingunternehmen dabei unterstützt, Umweltschutzbestimmungen einzuhalten, ohne die Arbeitsprozesse während des Brennens von Schrotten einzuschränken.


Die Rohstoff Recycling Dortmund GmbH wurde 2001 gegründet. Sie ist Teil der Georgsmarienhütte-Gruppe (GMH-Gruppe) und ansässig im Norden des Dortmunder Hafens. RRD bereitet großvolumige Schrotte und Hüttennebenprodukte (sogenannte Bären) aus der Hütten- und Stahlwerksindustrie auf. „Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind wir auf lange Standzeiten, effektive Abläufe und rechtssicheren Betrieb angewiesen, und mit Venti Oelde haben wir einen Partner, auf den wir uns in jeder Hinsicht verlassen können“, urteilt Ralf Willam, Betriebsleiter RRD. Im Aufbereitungsverfahren werden die Schrotte in chargierfähige Stücke zerkleinert. Dies geschieht üblicherweise mittels Brennschneidgeräten. Beim Brennen entsteht je nach Material ein gelber bis grauschwarzer Rauch. Dabei wird jede Menge Oxid-Feinstaub freigesetzt. Um diese schädlichen Emissionen zu vermeiden, ist es unumgänglich, die Rauchgase zu erfassen und zu filtern. Um den Bestimmungen des Umweltschutzes gerecht zu werden, installierte Venti Oelde für RRD im Jahr 2005 eine Absauganlage mit drei mobilen Hauben. Die mobilen Brennhauben werden über zwei Winkel-Getriebemotoren auf einem Schienenstrang geführt und über den zu brennenden Stahlschrott gefahren. Hierbei sind die elektrisch verstellbaren Tore auf den Stirnseiten geöffnet. Nachdem die Haube in Arbeitsposition gefahren wurde, werden die stirnseitigen Tore geschlossen. Die Haube steht nun für den Brennprozess bereit. Die Werker stehen vor der Einhausung und brennen die Werkstücke mit thermischen Brennschneidgeräten. Nach dem Brennvorgang wird die Haube zur nächsten Andockstelle verfahren, dem Brennplatz, sodass ein neuer Brennvorgang beginnen kann. Der gebrannte Schrott kann an der vorherigen Andockstelle entnommen und anschließend das Fertigmaterial durch Vormaterial getauscht werden, was kurze Rüstzeiten ermöglicht. Eine gezielte Luftführung innerhalb der Haube erfasst die beim Brennen entstehenden Schadgase und fördert sie über ein Rohrleitungssystem zum Gewebefilter. Den nötigen Unterdruck erzeugt ein Ventilator, der nach dem Filter angeordnet ist. Die staubbeladene Luft tritt über eine integrierte Vorabscheidekammer in das Filter ein. In der Vorabscheidekammer trennen sich durch Schwerkraftabscheidung die groben Teile aus der Staubluft. Die Luft steigt seitlich in die Filterkammern zu den Filterschläuchen. Das bis 120° C temperaturbeständige Filtermedium hält den Staub zurück und filtert die feinen Schwebestäube. Der im Filter abgeschiedene Staub wird über eine Kombination aus Förderschnecken und einer Zellenradschleuse ausgetragen und in einem Staubsammelcontainer oder Big Bag zwischengelagert. Die Fortluft hält den maximal zulässigen Reingasstaubgehalt ein und gelangt über einen Schalldämpfer sowie den Abgaskamin ins Freie.

www.venti-oelde.de


 


 


 


 


 


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