12/02/2016

© Verlag Stahleisen GmbH

Strahlprozesse optimieren und Kosten sparen

Steigen die Anforderungen an Produktivität und Energieeffizienz, stoßen gängige Strahlanlagen oft an ihre Grenzen. An dieser Stelle bietet ein Retrofitting, bspw. mit Rösler-Long-Life-Turbinen, die ideale Möglichkeit diesen Leistungsansprüchen kostengünstig gerecht werden zu können. Ob Anlagenverfügbarkeit, Ausbringungsmenge, Strahlergebnis oder Energiebedarf – gestiegene Anforderungen an den Strahlprozess lassen sich mit den meisten Strahlanlagen häufig nicht mehr oder nur mit unwirtschaftlich hohem Aufwand erfüllen. TuneUp, der Unternehmensbereich von Rösler, der sich ausschließlich und herstellerunabhängig mit der Modernisierung von Strahlanlagen beschäftigt, bietet eine Vielzahl kundenindividueller Lösungen zur Anlagenoptimierung.


Das auf Strahlen im Lohnauftrag spezialisierte Unternehmen OSK-Kiefer GmbH, Oberhausen, ist mit sechs Standorten in Deutschland vertreten. Zu den Kunden des erfahrenen Lohn-Strahlers zählen namhafte Hersteller von Fahrzeugen, Fluggeräten, Landmaschinen, Getrieben, Antriebselementen, Pumpen, Kompressoren sowie von Dampf- und Gasturbinen.

Im Werk Petershausen sind mehrere Turbinen-Strahlanlagen für das Verdichtungsstrahlen (Shot Peening) im Einsatz. „Die Turbinen dieser Anlagen waren einerseits in die Jahre gekommen. Andererseits wollten wir aufgrund gestiegener Kundenanforderungen Turbinen, die eine höhere Strahlleistung bieten und effizienter arbeiten“, erklärt Betriebsleiter Rudolf Schickinger.

Aufgrund dessen hat sich OSK-Kiefer entschieden, drei Anlagen mit Rösler-Long-Life-Strahlturbinen Y330 mit jeweils 7,5 kW Antriebsleistung auszustatten. Ausschlaggebend für die Wahl der Turbinen waren unter anderem die Erhöhung der Strahlleistung um 30 % sowie die lange Standzeit der Wurfschaufeln von mehr als 10 000 Strahlstunden. Die aus Hartmetall gefertigten Wurfschaufeln zeichnen sich insbesondere beim Einsatz hochabrasiver Strahlmittel, wie bspw. Grit mit einer Härte von bis zu 64 HRC, aus. Beim Strahlprozess mit konventionellen Turbinen sehen sich Anwender dieser Betriebsmittel mit sehr geringen Standzeiten und permanentem Verschleißteilwechsel konfrontiert.

„Mit den Y330-Turbinen erzielen wir nicht nur die angestrebte Leistungssteigerung, sondern haben auch noch Reserven. Außerdem ist nach rund einem Jahr Betrieb praktisch kein Verschleiß feststellbar. Dies reduziert natürlich den Wartungsaufwand. Ein anderer Aspekt ist die höhere Prozesssicherheit, denn bei den alten Turbinen veränderte sich das Strahlergebnis durch Verschleiß an den Wurfschaufeln, was eine häufige Nachjustierung der Einstellbuchse zur Folge hatte. Jetzt werden die Strahlparameter langfristiger eingehalten und das macht sich bemerkbar“, fasst Rudolf Schickinger seine bisherigen Erfahrungen zufrieden zusammen.


Mit einem sehr breit gefächerten Angebot an maßgeschneiderten Systemlösungen ermöglicht TuneUp die Umrüstung von Strahlanlagen für jede Anforderung.

Die kürzlich etablierte, energieeffiziente Gamma-G-Serie rundet das Turbinenportfolio weiter ab und vereint die prozessbezogenen Vorteile der Rutten-Serie, wie bspw. eine extrem hohe Abwurfgeschwindigkeit und dadurch kürzere Strahlzyklen, mit geringen Anschaffungskosten.

Durch den Einsatz energiesparender Komponenten wie IE03-Antriebe wird die Modernisierung von Strahlanlagen in Deutschland vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit bis zu 30 % der Investitionskosten gefördert. Des Weiteren bietet Rösler die Möglichkeit, die Turbinen risikofrei vor Ort zu testen und erstellt zu jedem Angebot eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, was zu einer hohen Investitionssicherheit führt.

TuneUp umfasst aber noch mehr: So optimiert Rösler zudem auch den Verschleißschutz von Strahlanlagen sowie die Strahlmittelnachdosierung und -aufbereitung, bei Gießereianwendungen bspw. durch den Einsatz von leistungsfähigen Magnetseparatoren zur Reduzierung des Sandanteils im Betriebsmittel.

www.rosler.com


 


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