19.02.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Sicherheit für den Transport von Flüssigmetallen

Der Gießmanipulator, ein flexibles Fahrzeug mit eigenem Elektroantrieb, fährt völlig unabhängig von Schienen oder Kranbahnen. Dieses innovative System zum Transport und Vergießen von Flüssigmetallen für kleine bis mittlere Losgrößen wurde von Schenk aus Schwäbisch Gmünd für den Alu-, Eisen- und Gusseisen mit Lamellengrafitbereich entwickelt. Dieses zukunftweisende Modell wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Das feinfühlige Manövrierverhalten gibt ein Höchstmaß an Prozesssicherheit. Kleinere Hindernisse und Unebenheiten werden durch ein spezielles Fahrwerk überwunden.


Die Pfannengeometrie und Kippmimik des Geräts ermöglichen eine laminare Bündelung des Gießstrahls ohne Unterbrechung und ein ruhiges ausgießen ohne Verwirbelung. Ein Joystick-Bedientableau garantiert die einfache Handhabung und Bedienung des Gießmanipulators. Durch feinfühlig anzusteuernde Längs- und Querachsen des Fahrzeuges werden komfortable Korrekturmöglichkeiten des Ausgießpunktes ermöglicht. Der Drehpunkt der Pfanne sitzt direkt an der Schnauze. Über diese Achse wird die Pfanne kontrolliert ausgekippt. Die Neigung wird hierbei, entsprechend der Füllmenge, von der Prozessüberwachung vorgeschlagen. Unterschiedliche Ausgießhöhen von ca. 800 bis 1600 mm werden durch einen integrierten Hubmast ermöglicht. Verschiedene Pfannen  werden durch ein Schnellwechselsystem (integrierte Sicherungsmechanik) präzise, schnell und sicher aufgenommen. Aus Sicherheitsgründen und zur Verminderung der Abstrahlungswärme steht optional ein aufgesetzter Deckel zur Verfügung. Der Transport- und Befüllungsvorgang kann mit nur einer Bedienperson bei höherer Qualitäts- und Prozesssicherheit durchgeführt werden. Neben den daraus resultierenden wirtschaftlichen Vorteilen ergibt sich hieraus eine Planungs- und Sicherheitsoptimierung, Abstimmungs-Missverständnisse bis hin zu gefährlichen Ausgießsituationen gehören der Vergangenheit an. Mittels einer Wiegetechnik wird je nach Beladezustand des neu entwickelten Systems die Fahrgeschwindigkeit reduziert. Joachim Windeisen, Geschäftsführung, führt weiter aus: „Wir bieten höchste Sicherheitstechnik und liefern die komplette Einheit, also gießereitaugliches Fahrzeug, Manipulator und Pfanne, aus einer Hand. Den heute üblichen Transport- und Befüllungsvorgang mittels eines Kranes mit 2 – 3 Bedienpersonen können wir mit nur einer Bedienperson mit höherer Qualitäts- und Prozesssicherheit durchführen. Mit einer eigens entwickelten Zieleinrichtung wird das Gießen in kleinere Öffnungen erleichtert. Eine Wärmebildkamera kann optional die Prozessüberwachung übernehmen. So treffen wir auch in die kleinste Öffnung.“

www.schenk-wzb.de


 


 


 


 


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