12.12.2013

© Verlag Stahleisen GmbH

Modernisierung der Altsandaufbereitung

Lange Zeit überlegte man in Emsdetten bei der Firma Jürgens, wie die Sandaufbereitung modernisiert werden könne. Das vorhandene Betriebsgelände, sowie die existierende Sandaufbereitung gaben dazu nur sehr wenig Spielraum. Zur Grundlage für eine aussagekräftige Planung wurde zunächst das komplette Werk grafisch dreidimensional aufgenommen. Dadurch erhielt man eine Gesamtübersicht über die in den vergangenen Jahrzehnten errichteten Gebäude einschließlich der integrierten Ausrüstung. Eingebunden wurde in den ersten Planungsteil die Firma VHV Anlagenbau GmbH aus Hörstel, die sich speziell um die Projektierung einer möglichen Verbesserung der Sandaufbereitung kümmerte.


Dieses Projekt änderte die Firma Jürgens, da die Möglichkeit bestand, eine neuwertige Sandaufbereitung mit Komponenten der Firmen Eirich und VHV zu übernehmen. Nachdem dieses gelungen war, wurde ein Projektierer gesucht, der die Bestandsanlagen der Firma Jürgens mit der Neuanlage verbinden konnte und hier über das entsprechende Know-how verfügte. VHV Anlagenbau übernahm diese interessante Aufgabe und plante die neue Sandaufbereitung an die Rückseite des Betriebsgeländes, wo diese in eine bestehende Lagerhalle integriert werden konnte. Alle Förderbandverbindungen für Altsand, die vorher von hinten nach vorne verliefen, mussten genauso umgekehrt werden wie auch die Förderbandverbindungen für Fertigsand, die nunmehr von der neu installierten Aufbereitung zu den beiden bestehenden Formanlagen nach vorne gefahren werden mussten. Vorstellen kann man sich vielleicht, dass hier viele bestehende Werksanlagen überquert, unterquert und durchquert werden mussten, was den Planern einiges abverlangte. Vorteilhaft zeigen sich hier die VHV-Modulsysteme, die nicht nur montageseitig große Vorteile bieten, sondern auch 800 mm breite Gurte in Systembreiten laufen lassen, in denen vorher nur 650 mm breite Anlagen liefen. Dazu kommt die große Dichtigkeit der VHV-Systeme, die den Materialverlust trotz einer Vielzahl von zusätzlichen Übergabestellen gravierend verringerten. Ein neues Polygonsieb PS150/4 sorgt dafür, dass dem Kühler bereits vorgekühlter Sand zugeführt wird und somit sicherstellt, dass die Altsandtemperatur auf ein optimales Maß angepasst wird. Auf modernster Fördertechnik sind hier noch Spitzensysteme montiert, zu denen der Eirich Qualymaster AT1 gehört, sowie die Aufbandschleuder. Der Umschluss der Altanlagen an die neue Sandaufbereitung erfolgte in den Betriebsferien, in denen natürlich auch die Demontage der Altanlagen erfolgen musste. Die Steuerung wurde ebenfalls erneuert und mit der Firma Eirich installiert. Die Jürgens Gießerei GmbH & Co. KG dürfte mit dieser Großinvestition zu den Spitzenanbietern entsprechender Qualitätsprodukte gehören und ist auf höchste Qualitätsanforderungen optimal eingestellt.

www.vhv-anlagenbau.de


 


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