21.01.2015

Rösler Oberflächentechnik GmbH

Keep clean!

Bei der Aufbereitung von Prozessflüssigkeiten mit Zentrifugen entfallen nicht nur die Kosten für Filtermaterial und chemische Hilfsmittel sowie deren Entsorgung, auch die Masse der zu entsorgen Stoffe verringert sich.

Kühlschmiermittel, Lackschlamm, Prozesswasser aus der industriellen Teile- und Oberflächenreinigung sowie der Glas- und Keramikbearbeitung – geht es um die Aufbereitung/Entsorgung von Prozessflüssigkeiten, überzeugt die bewährte Zentrifugentechnik von Rösler mit wirtschaftlichen und technischen Vorteilen. Die Zentrifugen mit manuellem und automatischem Schlammaustrag trennen Prozessflüssigkeiten rein physikalisch in Fest- und Flüssigstoffe und entfernen dabei auch Feinpartikel. Dadurch entfallen komplett die Kosten für Filtermaterialien und chemische Hilfsmittel sowie deren Entsorgung. Gleichzeitig verringert sich die Masse der zu entsorgenden Stoffe, da der stichfeste Schlamm auf bis zu 30 Prozent Restfeuchte entwässert wird.


Halbautomatische Zentrifugen mit 2- und 3-Phasen-Trennung


Die halbautomatischen, nach dem „Plug-and-Play“-Prinzip gefertigten, Zentrifugen sorgen mit einer Drehzahl des Rotors von bis zu 3.000 UpM für eine hohe Abscheideleistung. Dabei wirkt auch auf sehr kleine und leichte Partikel eine hohe Zentrifugalkraft. Der abgeschiedene Schlamm lässt sich einfach manuell aus dem Korb mit 22 kg Fassungsvermögen entnehmen. Für Anwendungen mit geringem Schlammaufkommen sind Systeme mit reduziertem Fassungsvermögen in der Entwicklung.


Mit der 3-Phasen-Zentrifuge lassen sich neben Feststoffen auch Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte, beispielsweise Fremdöle aus der KSS-Aufbereitung, abscheiden. Der Zentrifuge wird die verschmutzte Prozessflüssigkeit mit einem bedarfsgerecht ausgelegten, gleichbleibenden Volumenstrom zugeführt. Die Zentrifugalkraft bewirkt, dass es durch die unterschiedliche Dichte der drei Phasen (fest, flüssig, flüssig) zu einer Feststoff- und gegenseitig unlösbaren Flüssigkeitstrennung kommt. Die getrennten Flüssigkeiten werden über jeweils ein Schälrohr ausgetragen.


Automatischer Schlammaustrag für den Dauerbetrieb


Mit einer Durchsatzleistung von bis zu 100 Litern/Minute – je nach Reinheitsanforderungen und physikalischen Grenzen hinsichtlich Partikelgröße und -gewicht – erweist sich die automatische Zentrifuge Z 1000 von Rösler auch bei einem hohen Aufbereitungsbedarf als ideale Lösung. Die Beschleunigung bis 2.000 g sorgt dafür, dass Partikel größer 2 µm aus der Flüssigkeit abgeschieden werden. Der Schlammaustrag erfolgt bei der Z 1000 automatisch. Die dabei eingesetzte Technik bietet handfeste Vorteile: Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen, bei denen das Schälmesser über einen Getriebemotor angetrieben wird und ständig im Rotor mitläuft, ist es bei der Z 1000 feststehend. Es wird bei Bedarf über einen Pneumatikzylinder in den langsam drehenden Rotor eingefahren und schält den Schlamm ohne Belastung der Lagerung heraus. Für den Austrag abrasiven Schlamms steht ein Schälmesser aus sehr widerstandsfähigem Material zur Verfügung. Der Rotor wird nach dem Schälvorgang automatisch gespült.


Robust und wartungsfreundlich konstruiert


Neben hoher Leistungsfähigkeit zeichnen sich die Zentrifugen durch eine robuste Bauweise und wartungsfreundliche Konstruktion, beispielsweise ein vom Motor entkoppelter Rotor mit Riemenantrieb, aus. Um auch aggressive Flüssigkeiten in allen pH-Bereichen sowie sehr salzhaltige Prozesswässer, etwa nach dem TEM- oder ECM-Entgraten, behandeln zu können, fertigt Rösler alle Zentrifugen auch in Edelstahl. Je nach Anwendung kommt V2A- oder V4A-Stahl zum Einsatz.