02.06.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Große Gießereimodelle einfach fräsen

Die Duisburger Modellfabrik GmbH hat sich auf große Gießereimodelle aus Holz, Kunststoff-Blockmaterial oder Schaumstoff spezialisiert, die zum Beispiel für die Herstellung von Maschinenbetten, Dieselmotoren oder Komponenten für Windkraftanlagen benötigt werden. Abmaße von mehreren Metern in Breite, Höhe und Tiefe sind keine Seltenheit. Modellbauer haben traditionell handwerkliche Strukturen, vor allem wenn sie in diesen Dimensionen arbeiten. Die Konturen der Bauteile setzen sich aus Regelgeometrien zusammen, die schrittweise abgearbeitet und zusammengefügt werden. Besonders beanspruchte Oberflächen werden aus Kunststoff gefertigt. Dabei baut man zunächst das Negativ und erzeugt über diesen Umweg die gewünschte Außenhaut.


Steigende Ansprüche an die Genauigkeit und die Optimierung der gewünschten Oberflächen zwingen zu neuen Fertigungsstrategien, das rein handwerkliche reicht heute oft nicht mehr aus. „Bei uns kommen inzwischen etwa 95 % aller Bauteile von der Fräse“, erklärt Herbert Schild. „Es hat allerdings schon ein paar Jahre gedauert, bis wir unser heutiges Niveau erreicht hatten. Aber es hat sich gelohnt.“ Auch wenn es nicht ganz ohne manuelle Arbeiten geht, CAD und CAM ziehen sich in der Duisburger Modellfabrik komplett durch die Prozesskette. Das heißt, viele Kunden liefern bereits ein dreidimensionales Datenmodell. Sollten als Basis nur Zeichnungen zur Verfügung stehen, konstruieren es die Modellbauspezialisten selbst. Um auf aktuellem Softwareniveau zu sein, wurde im letzten Jahr das CAD-System VISI eingeführt, das wie WorkNC zur Vero-Gruppe gehört, einem der wachstumsstärksten CAD/CAM-Softwareanbieter im Bereich Werkzeug- und Formenbau. Herbert Schild erklärt: „Wir nutzen VISI, das uns von einem guten Kunden empfohlen wurde, hauptsächlich für Konstruktionsaufgaben. Das Fräsen überlassen wir WorkNC, das nach wie vor die für unsere Zwecke beste Lösung ist.“ WorkNC ist in seiner derzeit aktuellen Version 22.4 installiert – 64 Bit- und mehrprozessorfähig. Ein weiterer Grund, warum die Duisburger Modellfabrik damit gerne arbeitet, ist die große Zahl guter Frässtrategien fürs 2-, 2,5- und 3-D-Bearbeiten und vorteilhaften Automatismen für die Drei-, Vier- und Fünfachsbearbeitung. Zeitsparend ist auch das Bohrfeature in WorkNC. Wenn man zu den Fräsbearbeitungen auch noch die Möglichkeit hat, alle Bohrungen über die Software automatisch zu erledigen, ist das eine zusätzliche Arbeitserleichterung und Zeitersparnis. Dazu werden in WorkNC alle betroffenen Bereiche des Bauteils markiert, dann die zur Verfügung stehenden Werkzeuge festgelegt, und abschließend fügt die Software die Zyklen dem Programm hinzu. Die Anwender sparen sich so das Eingeben der Koordinaten und Programmieren an der Steuerung.


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