02.07.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Gelungener Neustart: ZPF erhält Großauftrag der Borbet Gruppe

Beim Spezialisten für Aluminiumschmelzöfen ZPF GmbH aus Siegelsbach geht es weiter bergauf. Das Unternehmen, das erst im November aus der insolventen ZPF Maschinenbau GmbH hervorging, hat jüngst einen Großauftrag des Leichtmetallradherstellers Borbet GmbH aus Hallenberg-Hesborn mit einem Volumen von über 2,5 Mio. Euro erhalten. Insgesamt sollen vier Schmelzöfen und vier Späneschmelzöfen für die US-amerikanische Niederlassung der Gruppe in Auburn, Alabama, geliefert werden. Borbet hatte in der Vergangenheit schon mehrfach Öfen von ZPF bezogen. Rund 50 Anlagen des Siegelsbacher Maschinenbauers sind an den verschiedenen Standorten in Deutschland, Österreich, Südafrika und den USA im Einsatz. Hauptmerkmal der Schmelzanlagen ist ihre besondere Abgasführung, durch die sämtliche Rauchgase länger im Ofen verbleiben.


http://www.zpf-gmbh.de


Dabei werden sie einerseits nachverbrannt, sodass sie kaum noch Schadstoffe enthalten, und tragen andererseits zur Beheizung des Schmelzgutes bei, was Brennstoff und Prozesskosten spart. Zudem verhindert der dabei entstehende, leichte Überdruck das Eindringen von Sauerstoff, wodurch die Korund-Bildung vermindert wird und sich die Schmelzequalität erhöht. Die speziellen Späneschmelzöfen von ZPF verfügen darüber hinaus über ein mechanisches Rührwerk, das Späne aus der Aluminiumbearbeitung innerhalb von Sekunden unter die Oberfläche eines Schmelzebades fördert und so die wirtschaftliche Wiederverwertung aus der mechanischen Bearbeitung direkt im Werk ermöglicht. Dank dieses sparsamen Verfahrens rechnen sich die Recycling-Anlagen schon ab Spänemengen von 5 t pro Tag. Bereits Ende April sollen die ersten beiden Öfen an Borbet ausgeliefert werden, die weiteren folgen dann paarweise. Der Auftrag des Aluminiumradherstellers ist der größte, den ZPF seit der Wiederaufnahme des Betriebs erhalten hat.


© Verlag Stahleisen GmbH