28.03.2014

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Ein starker Partner für den innovativen Mittelstand

Genau 490 Mio. Euro Fördermittel aus dem Hause des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), rund 11 000 geförderte Vorhaben mit rund 20 000 beteiligten Unternehmen und 1800 eingebundenen Forschungsstellen können die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) und ihre Tochtergesellschaften für das Jahr 2013 bilanzieren. „Damit zeichnet die AiF als führende nationale Organisation zur Förderung angewandter Forschung und Entwicklung (FuE) im Mittelstand für rund die Hälfte der für die mittelstandsorientierte Technologieförderung zur Verfügung gestellten öffentlichen Mittel des Bundes verantwortlich.“, sagte AiF-Präsidentin Yvonne Karmann-Proppert.


„Als Forschungsnetzwerk des Mittelstands bietet die AiF mit der vorwettbewerblichen Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und dem marktnahen Zentralen Innnovationsprogramm Mittelstand (ZIM) FuE-Förderinstrumente entlang der Wertschöpfungskette und ist damit ein unersetzlicher Partner der Unternehmen bei ihrem Innovationsmanagement.“, zeigte sie sich überzeugt. „Selbst wenn man Mehrfachbeteiligungen einiger Unternehmen und Forschungsstellen herausrechnet, handelt es sich hier um immens hohe Zahlen, die sowohl die große Breitenwirkung als auch die technologiepolitische Bedeutung der von der AiF betreuten Förderprogramme für den innovativen Mittelstand dokumentieren.“

Im Rahmen der branchenweiten und branchenübergreifenden IGF im Innovationsnetzwerk der AiF und ihrer Forschungsvereinigungen flossen im Jahr 2013 insgesamt 138,4 Mio. Euro in 1540 laufende Projekte. Dabei engagieren sich in jedem Vorhaben durchschnittlich zehn Unternehmen in sogenannten projektbegleitenden Ausschüssen, weit überwiegend kleine und mittlere Firmen – Tendenz steigend. Diesen Netzwerkbildungsaspekt bestätigte auch die jüngste Evaluation der IGF durch das Institut für Innovation und Technik (iit) in der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH, Berlin, und die KMU Forschung Austria. So wollen 97 % der Unternehmen zukünftig wieder an projektbegleitenden Ausschüssen teilnehmen, weil sie dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und stärken können. 75 % der beteiligten Unternehmen bestätigen einen hohen technischen Nutzen der IGF-Ergebnisse und 55 % einen hohen wirtschaftlichen Nutzen. Auf der Seite der Forschungsstellen bestätigen 89 %, dass durch die Bearbeitung von IGF-Vorhaben Kontakte im Bereich FuE neu entstanden sind oder intensiviert wurden. Außerdem sorgt die IGF für wissenschaftlichen Nachwuchs im Mittelstand: Bei 40 bis 45 % der IGF-Projekte wird mindestens ein Jungforscher nach Projektende von einem Unternehmen rekrutiert. „Das sind tolle Ergebnisse.“, freute sich die AiF-Präsidentin, „die die vielfältigen Effekte der IGF belegen. Sie spornen uns an, für einen weiteren Aufwuchs der Fördermittel für die IGF einzutreten, um die noch vorhandenen Potenziale in diesem Bereich voll ausschöpfen zu können.“

Die AiF Projekt GmbH in Berlin hat ihren Einsatz für die Fördersäule Kooperationsprojekte des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des BMWi 2013 erfolgreich fortgesetzt. 351,6 Mio. Euro flossen in über 9000 laufende Projekte, davon rund 3000 Neubewilligungen. In eigener Sache hat sie mit viel Engagement und in kürzester Zeit ihr Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 und die Informationssicherheit nach DIN ISO/IEC 27001 zertifizieren lassen. „Die AiF Projekt GmbH rüstet sich damit offensiv für die Wahrnehmung bewährter und neuer Projektträgerschaften zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen.“, erläuterte Karmann-Proppert. Die AiF Forschung  Technik Kommunikation GmbH (AiF FTK GmbH) in Köln hat sich 2013 insbesondere im Auftrag des BMWi für das „Collective Research Networking“ (CORNET), eine transnationale Fördervariante der IGF, eingesetzt und zum Wissenschaftsjahr 2013 durch eine Arbeitnehmerüberlassung an das Bundesministerium für Bildung und Forschung beigetragen. Darüber hinaus ist sie an der Betreuung von Länderprogrammen beteiligt sowie an der Organisation von Veranstaltungen und Seminaren.

Nachdem die AiF im Juni 2013 bereits mit einer Leistungsshow zur IGF neue Wege der Erfolgsdarstellung beschritten hat, folgte am Jahresende das neue Magazin „ZOOM“, das in kurzen Geschichten die höchst unterschiedlichen Aspekte der AiF-Aktivitäten beleuchtet und den bislang üblichen Jahresbericht ersetzt. Flankiert werden die vielfältigen Aktivitäten zur Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung der AiF von einem weiter angewachsenen Presseecho. So hat ein Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit der Präsidentin der AiF eine regelrechte Medienwelle mit über 30 Veröffentlichungen ausgelöst bis hin zum Focus, dem Handelsblatt, der Frankfurter Rundschau und der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wir freuen uns, dass wir dem innovativen Mittelstand auf diese Weise Stimme und Gesicht geben und die AiF mit ihren Anliegen weiter profilieren können.“, kommentierte die AiF-Präsidentin.

Im Jahr 2014 kann die AiF auf ihr sechzigjähriges Bestehen zurückblicken. Gestartet ist das Jubiläumsjahr Ende Januar 2014 mit der Einweihung einer Präsidentengalerie in der Geschäftsstelle der AiF in Köln. Gemeinsam mit vier Altpräsidenten konnte Yvonne Karmann-Proppert dabei die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der AiF Revue passieren lassen. Mit Blick in die Zukunft erklärt die AiF-Präsidentin: „Die Erfolge des vergangenen Jahres geben uns Schwung, das Jubiläum der AiF dafür zu nutzen, die vielen Effekte der FuE-Projektförderung zugunsten mittelständischer Unternehmen ins Blickfeld zu rücken und für eine adäquate finanzielle Ausstattung der mittelstandsorientierten Technologieförderung mit Wachstumsperspektive einzutreten. Denn die Innovationsfähigkeit des deutschen Mittelstands ist ein zentraler Faktor für das Wohlergehen unserer Volkswirtschaft und die Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit.“


 


 


 


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