11/03/2014

© Verlag Stahleisen GmbH

Die siebte Generation großer Roboter

Seit mehr als 30 Jahren hat ABB, Mannheim, sein Spektrum an großen Industrierobotern weiterentwickelt, um die Anforderungen einer modernen Produktion zu erfüllen. Die siebte Generation großer Roboter profitiert von dieser Erfahrung und dem umfassende Wissen über die Bedürfnisse von Anwendern. Mit der IRB-6700-Familie beweist ABB erneut seine technische Leistungsfähigkeit, die robustesten und kosteneffizientesten Roboter herzustellen. Es wurden die Genauigkeit, die Handhabungskapazität und die Geschwindigkeit gesteigert, gleichzeitig der Energieverbrauch um 15 % gesenkt und die Wartung vereinfacht.


Die Optimierungen basieren auf ausführlichen Anwenderberichten der Vorgängermodelle des IRB 6700 sowie der engen Zusammenarbeit mit Kunden während mehrjähriger Studien. „Von Anfang an war es unser Ziel, einen Roboter mit den niedrigsten Gesamtbetriebskosten zu liefern“, erklärt Ola Svanström, ABB Produktmanager für große Roboter. „Von unseren Kunden bekamen wir die nahezu einstimmige Rückmeldung, dass sie die Zuverlässigkeit unserer Roboter am meisten schätzen. Daraufhin wurde unsere aktuelle Produktpalette in allen Aspekten überprüft und optimiert. Im Ergebnis beinhaltet der neue IRB 6700 viele hundert kleine und große Verbesserungen, die beim Kunden wirklich zählen.“ Jeder Roboter der IRB-6700-Familie ist für die Aufnahme der neuen Lean ID (Integrated Dressing) Lösung konzipiert, die mittels Integration der besonders exponierten Teile des Funktionspakets in den Roboter die Balance zwischen Kosten und Langlebigkeit erreicht. Ein mit Lean ID ausgestatteter IRB 6700 ist einfacher zu programmieren und durch vorhersagbare Kabelbewegungen leichter zu simulieren, bei kompakter Stellfläche und verlängerten Wartungsintervallen aufgrund von verringertem Verschleiß. „Der Roboter verfügt über die neueste Generation an präzisen, effizienten und zuverlässigen Motoren und kompakten Getrieben“, erläutert ABB-Projektmanager Mattias Lovemark. „Unsere Engineering-Leistungen konzentrierten sich außerdem darauf, für den Roboter die höchstmögliche Steifigkeit zu erreichen. Somit ist er noch besser geschützt und geeignet für die rauen Betriebsumgebungen, in denen er meist eingesetzt wird.“ Ein wichtiger Anteil an den reduzierten Gesamtbetriebskosten kommt der Wartung zu. Dank der zahlreichen Produktverbesserungen sind kürzere Service-Routinen und längere Wartungsintervalle realisierbar. Die technische Dokumentation für die Wartung wurde durch Verwendung von verbesserten Darstellungen und 3-D-Simulationen, so genannten Simstructions, optimiert. In der Einführungsphase umfasst die Roboterfamilie vier Varianten mit einer Handhabungskapazität von 150 bis 235 kg und Reichweiten von 2,65 bis 3,2 m für Anwendungen wie Maschinenbedienung, Materialhandhabung und Punktschweißen. Innerhalb der nächsten 18 Monate werden vier weitere Varianten das Spektrum ergänzen, um die Anforderung nach höheren Kapazitäten bis 300 kg zu erfüllen sowie kürzere Reichweiten bei den Modellen mit geringerer Kapazität anzubieten.

www.abb.de/robotics


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