10.03.2014

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Auftragseingang in 2013 gestiegen

Der Technologiekonzern Bühler, Uzwil, Schweiz, blickt auf ein je nach Geschäftsbereich und Marktregion sehr unterschiedliches Geschäftsjahr 2013 zurück. Der Auftragseingang übertraf den Vorjahreswert um 1%. Der Umsatz lag um 4% tiefer als im Vorjahr. Durch einmalige Belastungen aus einer Akquisition ging die EBIT-Marge auf 6% zurück. Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, scheidet mit der gestrigen Generalversammlung Urs Bühler aus dem Verwaltungsrat aus. Zu seinem Nachfolger wurde Calvin Grieder gewählt, der weiterhin die Funktion des CEO wahrnimmt. Der Auftragseingang erreichte 2363 Mio. Schweizer Franken (1933 Mio. Euro) und übertraf damit den Vorjahreswert um 1%. Während die Konzerndivision Food Processing um 7 % zulegte, ging der Auftragseingang bei Grain Processing um 3 % zurück.


Die Division Advanced Materials konnte die Aufträge um über 4% steigern, dies trotz der Devestition des Geschäftsbereiches Thermal Processes. Während das Neuanlagengeschäft aufgrund herausfordernder Kundenfinanzierungen oft verzögert wurde, konnte andererseits das Service-geschäft erneut um 8 % zulegen. Der Jahresumsatz 2013 lag bei 2322 Mio. Schweizer Franken (1899 Mio. Euro) oder 3,6 % tiefer als im starken Vorjahr (+ 13 % gegenüber 2011); organisch betrug die Veränderung -3%. Mit 139 Mio. Schweizer Franken (114 Mio. Euro) oder sech Umsatzprozenten konnte der EBIT nicht an das Vorjahresergebnis (168 Mio. Schweizer Franken/137 Mio. Euro) anknüpfen. Das hat einmal mit der strategischen Optimierung des Portfolios in der Konzerndivision Advanced Materials zu tun, was entsprechende Integrations- und Restrukturierungskosten zur Folge hatte. Ein weiterer Einmaleffekt mit negativen Auswirkungen auf die Profitabilität des Konzerns stellten unbefriedigende Projektabwicklungen in einzelnen Geschäftsbereichen dar. Als Konzernergebnis resultierten 123 Mio. Schweizer Franken (101 Mio. Euro) oder 5,3 Umsatzprozente. Ungeachtet des tieferen EBIT im Berichtsjahr hielt Bühler bewusst am hohen Niveau der Ausgaben für Forschung und Entwicklung von über 100 Mio. Schweizer Franken (82 Mio. Euro) und dem weltweiten Ausbau der lokalen Serviceorganisationen fest. Anfang 2014 verfügte Bühler über einen soliden Auftragsbestand von 1,3 Mrd. Schweizer Franken (1,06 Mrd. Euro). Damit ist das Potenzial für weiteres Wachstum gegeben unter der Voraussetzung, dass sich das Investitionstempo wie-der beschleunigt. Diese Einschätzung gründet auch auf der Tatsache, dass Bühler in Märkten tätig ist, die weiterhin von starken globalen gesellschaftlichen Trends profitieren werden. Dazu zählen vor allem die wachsende Nachfrage nach sicheren, gesunden und bezahlbaren Nahrungsmitteln (Divisionen Food Processing und Grain Processing) und der zunehmende Wunsch nach intelligenter Mobilität (Division Advanced Materials).  

www.buhlergroup.com


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