16/07/2015

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Aluminiumindustrie startet 2015 mit Produktionszuwächsen

Im 1. Quartal 2015 konnte die Produktion bei der Erzeugung von Rohaluminium, der Herstellung von Aluminiumhalbzeugen und bei den Aluminiumgießereien gesteigert werden. Die Aluminiumweiterverarbeitung startete mit einem leichten Minus ins Jahr 2015. Die Erwartungen an die weitere Mengenkonjunktur sind aufwärts gerichtet. In Deutschland wurden von Januar bis März 2015 rund 290 723 t Rohaluminium erzeugt. Damit liegt die Produktion 2,6 % über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Die Herstellung von Rohaluminium teilte sich in diesem Zeitraum auf 132 670 t Hüttenaluminium und 158 053 t Recyclingaluminium auf.


Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Produktion von Hüttenaluminium um 3,0 %, während die Recyclingaluminiumproduktion um 2,3 % wuchs. „Die Erzeugung von Aluminium bleibt damit weiter ein wichtiger Wertschöpfungsbestandteil der Aluminiumindustrie in Deutschland“, erklärte der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie e. V. (GDA) Christian Wellner zur Entwicklung der Aluminiumproduktion.

Die Erzeugung von Aluminiumhalbzeug belief sich im ersten Quartal 2015 auf 644 704 t. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg von 2,9 %. Die Unternehmen produzieren Walzprodukte, Strangpressprodukte, Drähte und Leitmaterial. Quantitativ ist die Produktion von Aluminiumhalbzeug der wichtigste Bereich der deutschen Aluminiumindustrie.

Größte Abnehmer von Aluminiumhalbzeugen sind neben Automotive und Bau die Märkte Verpackung, Maschinenbau und Elektrotechnik. Der höchste Anteil an der deutschen Halbzeugproduktion entfällt auf die Aluminiumwalzwerke, die knapp die Hälfte an der europäischen Walzproduktion halten. Die Produktion von Walzprodukten betrug von Januar bis März 2015 insgesamt 491 033 t. Das ist ein Zuwachs um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere aus dem Bereich Automotive stieg die Nachfrage nach Walzprodukten an. Die großen Aluminiumkonzerne bauen zurzeit ihre Kapazitäten zur Produktion von Karosserieblechen aus, um der steigenden Nachfrage aus der Automobilindustrie gerecht zu werden.

Noch bessere Zahlen melden die Produzenten von Strangpressprodukten aus Aluminium. Ihre Produktion stieg im gleichen Zeitraum um 3,5 % auf 148258 t. Wichtigste Märkte für Strangpressprodukte aus Aluminium sind der Bau- und der Verkehrssektor sowie industrielle Anwendungen. Neben der modernen und innovativen Strangpresstechnik ist die Entwicklung hochwertiger Profilanwendungen mit gesteigertem Kundennutzen eine der Stärken der Branche. Die Produktion von Drähten und Leitmaterial stieg um 4,4 % auf 5413 t.

In der Aluminiumweiterverarbeitung wurden in Deutschland von Januar bis März 2015 insgesamt 88 280 t hergestellt. Das Produktionsvolumen ging damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 % zurück. Die Weiterverarbeitung wird aufgegliedert in die Bereiche „Folien und dünne Bänder“, „Tuben, Aerosol- und sonstige Dosen“ sowie „Metallpulver“. Während im Bereich Tuben, Aerosol- und sonstigen Dosen Mengenzuwächse zu verzeichnen waren (+ 4,9 %), gab die Produktion bei Metallpulver (-3,4 %) sowie Folien und dünnen Bändern (-3,3 %) geringfügig nach.

Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seit dem 4. Quartal 2014 weiter verbessert. Nicht zuletzt durch die konjunkturelle Entwicklung in den USA. Hiervon hat auch die deutsche Volkswirtschaft profitiert. Bei einer sich fortsetzenden globalen Konjunkturbelebung sollten sich daraus für exportorientierte Abnehmerindustrien, wie dem Maschinenbau und der Elektrotechnik, positive Effekte ergeben. Unterstützend wirkt sich zudem die Wechselkursentwicklung aus. Nach Ansicht von Andreas Postler, Leiter Volkswirtschaft und Statistik beim GDA, sollte sich die Aluminiumkonjunktur Deutschlands auch in den kommenden Monaten von ihrer positiven Seite zeigen. „Der Trend zum Leichtbau wird die Aluminiumnachfrage weltweit, aber auch in Deutschland unterstützen. Hiervon werden große Teile der Aluminiumwertschöpfungskette profitieren. Hinzu kommt, dass die Wachstumsaussichten für weitere wichtige Abnehmerindustrien der Aluminiumindustrie für dieses Jahr ebenfalls positiv sind. Daher sollte die deutsche Aluminiumindustrie im Jahresverlauf 2015 weiter an Fahrt aufnehmen“.

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