04.07.2014

© Verlag Stahleisen GmbH

260 Jahre geballte Kompetenz in der Zahnradfertigung

Der langjährige Kunde der Krefelder Siempelkamp Gießerei, Piet van der Wegen Gears BV, Tilburg, Niederlande, hat auch im ersten Quartal 2014 einen sehr großen Anteil daran, dass die Siempelkamp Gießerei im Bereich der Zahnkranzfertigung eine sehr gute Geschäftsentwicklung verzeichnen kann.


Neben dem guten Geschäftskontakt haben van der Wegen und Siempelkamp viele Gemeinsamkeiten: Beide blicken auf über 130 Jahre Firmengeschichte zurück, sind seit ihrer Gründung in Familienbesitz und Weltmarktführer in ihren Geschäftsbereichen. Seit vielen Jahren liefert Siempelkamp qualitativ hochwertige und absolut anspruchsvolle Zahnkranzsegmente an van der Wegen. Die Gießerei fertigt 90 und 180 Grad Gusskomponentensegmente, die über Flanschkonstruktionen zu einem 360 Grad Gesamtbauteil verschraubt werden. Siempelkamp gießt diese Segmente aus hochlegierten Werkstoffen aus Gusseisen mit Kugelgraphit, die höchste Härteanforderungen erfüllen. Eine wichtige Voraussetzung damit die Verschleißfestigkeit der Zahnkranzzähne gesichert ist.


http://www.siempelkamp.com


„Unsere Zusammenarbeit ist sehr vertrauensvoll und von höchsten technischen Anforderungen geprägt. Diese Riesenbauteile müssen im Rohguss zu 100% fehlerfrei sein und trotz der metallografischen Matrix Homogenität und ausreichend Härte aufweisen. Abweichungen hätten fatale Folgen im Rahmen der mechanischen Bearbeitung. Dieses Risiko versuchen wir grundsätzlich im Vorfeld zu eliminieren“, beschreibt Dirk Howe, Vertriebsleiter der Gießerei, die Rahmenbedingungen für die Zahnkranzproduktion.


Der Gießvorgang ist formtechnisch sehr komplex: Nach Festlegung der richtigen Metallurgie erfolgt eine Hochtemperaturglühung. Die Durchmesser der Zahnräder betragen bis zu 16,5 m und die Rohgussgewichte bis 180 t. Und hier ist noch kein Ende in Sicht. Piet van der Wegen Gears hat kürzlich – dem Trend zu immer größer werdenden Mühlen mit Zahnkranzantrieb im Mining-Bereich folgend – in eine neue Fertigungsstätte investiert und ist nun in der Lage, Zahnkränze bis 22 m Durchmesser zu bearbeiten. Das ist weltweit einzigartig. Auch Siempelkamp wird künftig Auftragseingänge über immer größer konstruierte Gusskomponenten für den Mühlenbau verzeichnen können und hat sich für diese Herausforderung positioniert.


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